27 Aug

Japans Kryptowährungsindustrie entwirft Regeln zur Selbstkontrolle

Die Japan Virtual Currency Exchange Association hat fast 100 Seiten mit neuen Regeln für die Krypto-Währungsindustrie entworfen. © Reuters
TOKYO — Um den Verbraucherschutz zu erhöhen und die Transparenz zu verbessern, hat die japanische Kryptowährungsindustrie neue Vorschriften ausgearbeitet, die den Insiderhandel und den Handel mit neuen Währungen verbieten, die nicht leicht nachvollziehbar sind.

Die im März gegründete Japan Virtual Currency Exchange Association wird am 27. Juni über den Vorschlag abstimmen. Sie strebt die Annahme der Regeln an, sobald sie von der Financial Services Agency, einer Finanzaufsicht, als Selbstregulierungsorganisation anerkannt wird.

Die FSA verzichtete zunächst darauf, der aufstrebenden Industrie strenge Regeln aufzuerlegen, um das Wachstum zu fördern. Aber der Diebstahl von über 500 Millionen Dollar in den meisten NEM-Münzen aus dem Krypto-Währungsumtausch Coincheck im Januar erhöhte die Notwendigkeit einer stärkeren Regulierung.

Regeln für Krypto Trading

Die vorgeschlagenen Regeln verbieten ausdrücklich Insidergeschäfte. Es hat dank onlinebetrug hat es sich bereits herumgesprochen , dass  Krypto Trading ein großer Umtausch mit einer neuen Währung beginnen würde, was zu einem Anstieg des Wertes der Währung führte und viele verdächtige Marktmanipulationen hinterließ. Eine solche Tätigkeit würde einen klaren Verstoß gegen die neuen Regeln darstellen.

Der Verband will auch die Annahme neuer Währungen verbieten, die nicht auf frühere Verkäufer zurückgeführt werden können, da diese Währungen leicht für die Geldwäsche verwendet werden können und schwer zu überwachen sind. Hochanonyme Münzen wie Monero, Dash und GCash könnten aus dem Mainstream verdrängt werden.

Krypto-Währungsumtausch ist auch erforderlich, um Kundenvermögen besser zu schützen, um eine Wiederholung des Coincheck-Diebstahls zu verhindern. Sie müssen z.B. Auditergebnisse an die JVCEA melden. Die privaten Schlüssel der Kunden, die für den Abschluss von Transaktionen benötigt werden, müssen ebenfalls offline verwaltet werden, um das Hacking-Risiko zu minimieren.

Die Industriegruppe möchte auf die Bedenken der Investoren hinsichtlich der Art und Weise, wie Transaktionen abgewickelt werden, eingehen. Die Börsen sind verpflichtet, ihre Notierungen von den vorherrschenden Marktkursen stark abweichend zu halten. Die Börsen müssten auch Schutzschalter einführen, um den Handel zu stoppen, sollte der Wert einer Währung plötzlich steigen oder fallen.

Der Verein hat fast 100 Seiten Selbstregulierungsmaßnahmen erarbeitet. „Wir sind Regeln unterworfen, die fast so streng sind wie der Financial Instruments and Exchange Act“, der die Wertpapierfirmen regelt, sagte ein Beamter an einer Börse und äußerte Bedenken über die möglichen Kosten der Einhaltung.